Kumite mit Bergkulisse

Ein Karate Lehrgang der besonderen Art

Die Herbstsonne taucht das Alpenpanorama in ein warmes Licht. Überall an den Hängen wachsen pralle, rotbackige Äpfel. Die ganze Region sprüht gute Laune und Lebensfreude. Auf dem Brot und Strudelmarkt in der Stadtmitte von Brixen leben die Südtiroler ihre Traditionen. Ein paar Meter weiter schwitzen knapp 100 Karatekas beim BKB Gasshuku „mukin shori" mit Fritz Oblinger 7.Dan, Fulvio Maccani 6.Dan, Josef Ries 6.Dan, Thomas Brandner 6.Dan. Auch hier mischen sich traditionelles Shotokan Karate mit den neusten gesundheitlichen Aspekten des Partnerkampfs.

Fritz Oblinger Kumite

Fritz Oblinger beim Lehrgang in Brixen und Fulvio Maccani 6.Dan, Thomas Brandner 6.Dan, Josef Ries 6.Dan und Mauro Pianaro 2.Dan.

Der Kampf gehört zu Karate wie zum Walzer die Musik

Kumite ist ein wichtiger Bestandteil von Karate

Wer sich für Shotokan Karate entscheidet, der entscheidet sich auch für die Anwendung der Kampftechnik. Kumite, Kata und Kihon sowie Bunkai, die Anwendungsinterpretation der Kata, müssen in dem Karate Training gleichermaßen Platz finden. Sicher gibt es findige Geschäftsleute, die nur Katatraining als Karate Performance verkaufen. Dadurch mutiert die alte Kampfkunst allerdings zu einem VHS Zumbakurs und man sollte sich lieber eine andere Sportart suchen.  Allerdings ist Kumite bei vielen Karatekas nicht so beliebt, denn es bedeutet: Berührungsängste abbauen, Schmerzen zu akzeptieren und sich und dem anderen zu vertrauen. Bei dem BKB Gasshuku in Brixen vergessen die Karatekas schnell ihre Vorurteile zum Kumite Training und lernen ihre Ängste zu überwinden.

Der Kampf beginnt immer zuerst bei sich selbst

Im Kumite ist ein gutes Körpergefühl und ein gesundes Maß an Selbstvertrauen die Voraussetzung für den Partnerkampf. Wer seine eigenen Grenzen kennt und weiß, wo die Schmerzpunkte an Armen, Beinen und am Körper sind, der wird sie auch im Kampf  beim Gegner notfalls anwenden können. Ausdauer, Atmung  und Beweglichkeit – das sollte jeder Karateka in täglichen Trainingseinheiten selber üben.  Mit Dehnübungen beugt man Verletzungen vor und hält den Körper geschmeidig. Schnelles Reagieren und eine genaue Beobachtungsgabe setzen volle Konzentration voraus. Wer nicht schnell genug ausweicht oder blockt, der riskiert blaue Flecken oder mehr. Diese Selbstdisziplin hilft dann auch im Umgang mit anderen Anforderungen des Lebens. Ob Business oder Privatleben – nur wer seinen inneren Schweinehund überwindet und bereit ist, an sich zu arbeiten, bereichert sein Leben in allen Bereichen.

https://www.youtube.com/watch?v=uD-FUslv5cs

Kumite Lehrgang in Brixen mit Fritz Oblinger, 7. Dan

Unterschiedliche Trainer – unterschiedliche Ansätze und Ideen beim Karate

Die verschiedenen Trainer des BKB Gasshuku „mukin shori" ergänzen sich hervorragend, wenn es darum geht, die unterschiedlichen Ansätze des Partnertrainings herauszuarbeiten. Ob Schnelligkeit, Reaktionsvermögen, hüftschonende Beintechniken – die Karate Senseis Fritz Oblinger, Fulvio Maccani, Josef Ries und Thomas Brandner geben hier gleichermaßen neue Impulse und Tipps. Egal ob für das Training im Dojo oder wie man sich auch zuhause mit kleinen Übungen weiterhelfen kann, hier kommen alle Gürtelgrade auf ihre Kosten. Zum Beispiel kann schon eine Tasche auf dem Boden einen imaginären Gegner ersetzen. Damit kann der Abstand und die Sprungweite sowie die Dynamik des Schrittes geübt werden. Fasziniert verfolgen die Karatekas den Ausführungen von Fritz Oblinger zum Thema Kyusho. Was bewirken diese Treffer auf die Schmerzpunkte? Worauf muss man achten, wenn man den Partner doch mal so trifft, dass er ohnmächtig wird? Wie gebe ich Ki und wie nehme ich diese Energie und Kräfte meinem Gegner?

Die praktischen Vorführungen von Fritz Oblinger zum Thema Kyusho überzeugend jeden und bei dem schmerzhaft verzogenen Gesicht des Freiwilligen zur Demo-Zwecken ist wohl jeder froh, nur zusehen zu müssen.

Allerdings sollte sich jeder Karateka zusätzlich zum Karate Training intensiver mit Kyusho beschäftigen, denn oberflächliches Wissen und eine leichtfertige Anwendung sind gefährlich. Fritz Oblinger weist mehrmals darauf hin und erklärt genau, warum niemand leichtfertig damit spielen sollte.

Am Ende des Lehrgangs betrachtet jeder Karateka das Thema Kumite aus neuen Blickwinkeln und hat eines ganz sicher – keine Angst mehr vor dem Partner-Kampf!

Autor: Stefanie Wallner
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