Kata Spezial 2016 - Karate der Superlative

Ein Karate Event im Guinnessbuch der Rekorde?

Guinnessbuch der Rekorde und Karate – sofort hat jeder einen meterhohen Ziegelberg vor seinem geistigen Auge, der nur darauf wartet, von schwieligen Fäusten zu Staub zermalmt zu werden. Oder hunderte Wassermelonen, die sich kurzerhand in Mus verwandeln. Vielleicht auch noch Ikea Küchenarbeitsplatten, die ein muskelbepackter Karateka mit der Handkante auf Regalbrettgröße stutzt. Doch kaum zu glauben: Ein Karate Rekord kann auch anders aussehen.

Kata-Spezial 2016

Kata-Spezial 2016 in Tauberbischofsheim - der Rekordversuch

Das Kata-Spezial 2016 in Tauberbischofsheim

Der jährliche Karate-Lehrgang wird zum Event!

Wie in jedem Jahr treffen sich ca. 800 – 1000 Karatekas in einer kleinen Stadt in Deutschland, um gemeinsam Karate zu trainieren. Über den Verein Gasshuku e.V. gibt es zwei Großveranstaltungen im Jahr mit deutschen Senseis,  Nationaltrainern und japanischen Karatemeistern. In diesem Jahr war wieder einmal das verträumte Städtchen Tauberbischofsheim der Schmelztiegel für die weißen Gi-Träger. Hier brödelte vier Tage die Wiedersehensfreude vieler Karateka-Freunde, kochte der Schweiß beim gemeinsamen Training in drei unterschiedlichen Hallen und floss das Bier bei fröhlichen Abendveranstaltungen. Die Stadtbewohner staunten über die vielen Menschen in weißen Karate Hosen, die schnell an eine Pyjamahose erinnert. Aber schlafen war bei dieser Veranstaltung Nebensache. Denn alle fieberten auf eine Antwort hin: Wird er es schaffen!

Der Rekordversuch – Der Veranstalter Sensei Schlatt macht es spannend!

Wer das  eher „Kleingedruckte“ auf dem Kata-Spezial Plakaten gelesen hat, wusste Bescheid. Der Veranstalter hat dieses Jahr Großes vor. Geplant ist der Einzug in das berühmte Guinnessbuch der Rekorde. Und es sind alle Karatekas daran beteiligt – ob klein und groß, jung oder alt, schwach oder stark – jeder kann mitmachen. Denn allem Irrglauben zum Trotz ist Karate mehr als ein Sport.  Es verbindet Generationen und lehrt Toleranz, Disziplin und Rücksicht. Jeder lernt seine Grenzen kennen und versucht sie zu überwinden. Das Level jeden Karatekas ist unterschiedlich, aber alle geben ihr Bestes. Denn beim Ausüben der Formen und Techniken im Karate muss ein Karateka eines: Mit sich selbst zufrieden sein. Sich selber zu beobachten, zu erkennen und mit gesunder Selbstkritik zu verbessern wird als Karate do (Weg des Karate) bezeichnet und betrifft das tägliche Leben.

 

Plakat eines Karate Events

Plakat vom Kata-Spezial 2016

1000 und ein Karateka – wird das Märchen war?

Die Sonnenkraft der Maitage nimmt von Tag zu Tag zu. Die Besucher des Kata-Spezials pflegen ihren ersten Sonnenbrand in diesem Jahr und tanken in jeder Pause die gleißende Energie vom Himmel. Der Veranstalter Schlatt erinnert in jeder Trainingseinheit nochmal daran. Ab 14:30 Uhr treffen sich alle mit Gi (Karateanzug) und Restenergie für das Mega Training unter freiem Himmel. Und tatsächlich: Alle sind dabei als die Stunde schlägt. Bei 25 Grad und Sonnenschein sind die Karatekas an Ort und Stelle. Zweifelnd nehmen manche den Steinplatz in Augenschein und fragen sich, ob hier wirklich 1000 Karatekas zum trainieren Platz haben werden. Auch einige der Ureinwohner Tauberbischofsheims stehen mit gezückten Kameras am Rand des Geschehens und schauen noch skeptisch. Immer größer wird das Meer aus weißen Karateanzügen und so langsam füllt sich der Platz. Und wie immer im Karate muss auch hier alles seine Ordnung haben. Die Karatekas stellen sich brav nach ihrer Graduierung in Reih und Glied. Mal schwappt die weiße Welle zwei Schritte vor, mal zwei Schritte zurück. Dann wird es ruhig. Mit suchenden Blicken versuchen die Kleinen wie die Großen den Großmeister Shihan Ochi zu entdecken. Er wird gleich den schwitzenden Karatekas auf dem heißen Steinplatz nochmal alles abverlangen.

Ein Karate Training mit wenig Spielraum

Ochi betritt den Rand des Platzes und die Karatekas richten sich aus. Ein lautes Oss von gut 1000 Kampfsportlern schallt über den kleinen Fluss – der Tauber.
Dann surrt eine Drohne mit Kamera über die Köpfe der Karate Armee und alle winken und lachen in die Kamera. Es geht los. Auf minimalem Raum führen die Karatekas die Anweisungen des Großmeisters aus.  Ob vor oder zurück – die Ungläubigen werden gestraft: Karate auf kleinstem Raum funktioniert, wenn alle die gleichen Schritte machen und den Rhythmus der Anweisungen folgen. Und selbst ein Maigeri kann funktionieren, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt. Die Krönung des Trainings ist jedoch die gemeinsame Kata jeder Graduierung. Unter freien Himmel bekommt der Kiai Gänsehautfaktor und die Schaulustigen wirken beeindruckt.  Aber viele Tauberbischofsheimer wissen inzwischen: Die Karatekas sind ein ruhiges, zivilisiertes Völkchen wie du und ich.

https://www.youtube.com/watch?v=_ogL6Mm7c0U

Das Kata-Spezial 2016 in Tauberbischofsheim - wird der Rekordversuch ins Guinnessbuch zu kommen gelingen?

Der Karate Rekordversuch!

Der Rekordversuch -  „ Über 1000 Karatekas trainieren unter Anleitung von Großmeister Ochi gemeinsam unter freien Himmel“ ist vorbei. Jetzt heißt es Daumen drücken. Werden die Karate-Begeisterten von 5 bis über 80 Jahren im Guinnessbuch der Rekorde einen Platz finden? Ochi und dem Veranstalter Schlatt wünschen wir von Karate-Treff dazu alles Gute, denn wie auch schon vor drei Jahren war das Kata-Spezial in Tauberbischofsheim ein tolles Event, bei dem sich jeder Karateka wie zuhause fühlen konnte.

Autor: Stefanie Wallner
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